Soulfood

Letzte Woche habe ich einen Flug nach NY gebucht und freue mich jetzt schon auf das leckere Essen das mich dort erwartet, besonders auf das sogenannte Soulfood. Dieser Begriff bezeichnet meist recht gehaltvolle Speisen, deren Genuss die Seele streichelt und glücklich macht. Oft werden beim Soulfood süsses und salziges kombiniert, was das ganze für uns als Europäer natürlich besonders interessant macht. Soulfood stammt noch aus der Zeit der Sklaverei in den USA, die Sklaven hatten nur wenige Nahrungsmittel zur Verfügung und wurden so sehr erfinderisch wenn es ums Kochen ging. Typische Zutaten sind schwarze Bohnen, Okra, Mais, Huhn, Süsskartoffeln. Also ich mache Diät bis zur Abreise, sonst kann ich gar nicht so richtig geniessen!!

Hier mal ein paar Bilder von Gerichten die ich gerne in NY essen will….Restaurantvorschläge sind gerne willkommen!

Ich denke auf jeden Fall gehe ich zu Sylvia´s nach Harlem, da siehts schon ziehmlich nach Soulfood aus…

Hier frittiertes Hähnchen mit Süsskartoffeln und Maispudding von getcookingblog, das koch ich vielleicht mal nach:

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Curry mit Shrimps

Der neue Reiskocher wurde nun schon öfter benutzt, und ich erwische mich häufig dabei, wie ich über Gerichte nachdenke, zu denen es Reis gibt. In meiner Liste tauchte schnell die Idee für Curry auf, die köstliche Sosse passt perfekt zu lockerem Basmati Reis und dies wir sicher nicht das letzte Rezept sein.

Ich habe es auf einer amerikanischen Seite entdeckt, simply delicious. Meins sieht nicht ganz so toll aus wie im anderen Blog, ich habe statt Garam Masala Currypulver verwendet und neben den Shrimps noch Brokkoli, Möhren und Blumenkohlröschen untergemischt.

Hier das von mir abgewandelte Rezept, ich fand 1l Brühe viel zu viel und habe die Menge reduziert, das gleiche gilt für die Shrimp-Menge.

Zutaten:

Für die Brühe:

Schalen von 500g Shrimps

Schalen im Topf mit Wasser bedecken(max. 500ml)

2 Knoblauchzehen

Zitronenschale

Für das Curry:

1 rote Zwiebel, fein gewürfelt

1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt

3 cm frischer Ingwer, geraspelt

1 EL Currypulver

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

1 TL gemahlener Koriander

2 TL Paprika Edelsüß

2 TL Zucker

1 Dose(400ml) Kokosmilch

Zum Abschmecken:

Salz

Frischer Koriander

Jasmin- oder Basmatireis

Anleitung:

Shrimpschalen und –köpfe mit Wasser bedecken und mit Zitronenschale und Knoblauch etwa 45 kochen lassen, danach abseihen und noch mal auf die Hälfte einkochen lassen, bis der Sud rötlich schimmert und nach Meer schmeckt. Zur Seite stellen.

Für das Curry Zwiebel, Ingwer und Knoblauch anschwitzen, aufpassen dass der Knoblauch nicht anbrennt, ich brate erstmal nur die Zwiebeln und gebe dann den Knoblauch und Ingwer dazu. Gewürze dazugeben und kurz mit anschwitzen, danach Brühe und Kokosmilch hinzufügen und das ganze ca. 10 Minuten aufkochen lassen. Wenn die Soße sehr dünn ist, weiter 10 Minuten einkochen lassen. Nun das Gemüse hinzufügen und nach 5 Minuten die Shrimps. Abschmecken und ggf. mit 2Tl Mehl(vorher mit Wasser Glattrühren) andicken.

Der Trick ist das Gemüse nicht zu weich und die Shrimps nicht hart werden zu lassen.

Mit Zitronenschnitzen und frischen Korianderblättern garnieren und mit Basmatireis servieren.

Zum Nachtisch Carrot Cake nicht vergessen.

Carrot Cake Rezept Nr.1

Damit dieser Blog seinen Titel nicht zu Unrecht hat, bin ich dieses Wochenende meiner Pflicht nachgekommen und habe nicht nur einen, sondern gleich 2 Carrot-Cakes gebacken. Das Rezept war total einfach und heute ist nicht mal mehr ein Krümel übrig. Mir macht Backen wirklich Spass und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Damit ich nicht alles alleine esse, habe ich die Kuchen gut verteilt, Samstag war ich auf einen Geburtstag eingeladen, leider waren da ziemlich viele Mädels die extrem auf ihre Figur geachtet haben, die haben sich dann immer nur Mini-Stücke abgeschnitten, dabei haben sie am Ende wahrscheinlich mehr gegessen als ich, der M&M-Effekt.

So also hier das Rezept, dass ich auf der amerikanischen Seite Allrecipies entdeckt habe, statt weißem habe ich braunen Zucker verwendet und nur eine Tasse statt zwei. An alles andere habe ich mich aber soweit gehalten. Beim Erstellen der Masse gibt es keinen besonderen Trick, einfach alles nach und nach gut verrühren und dann 40-50Minuten bei 175ºC in den Backofen. Voila!!

 

  • 4 Eier
  • 1 Tasse Pflanzenöl
  • 2 Tassen Zucker // 1 Tasse braunen Zucker
  • 2 Teelöffel Vanille-Extrakt
  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Teelöffel Zimt
  • 3 Tassen geriebene Möhren
  • 1 Tasse gehackte Walnüsse

Für den Überzug

  • 1/2 Tasse weiche Butter
  • 250g Philadelfia
  • 4 Tassen Puderzucker
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 Tasse gehackte Walnüsse

Wie in Japan

Roher Fisch ist nicht jedermanns Sache, auch ich war am Anfang eher skeptisch, aber auch neugierig. Nun liegt mein erster Besuch im Sushi-Restaurant schon fast 10 Jahre zurück und seitdem habe ich so einige Kilo rohen Fisch zu mir genommen. Das besondere der japanischen Küche ist, dass man jede einzelne Zutat herausschmeckt, die verschiedenen Nuancen sind perfekt aufeinander abgestimmt und sind nie zu intensiv. Ich bin ein richtiger Sushi-Fan und würde es am liebsten jeden Tag essen, da die häufigen Besuche auf Dauer ganz schön teuer werden können, habe ich deshalb angefangen, selbst Sushi zu Hause zuzubereiten.

Also hier meine Anleitung, ich finde es ist eigentlich nicht so aufwendig, muss aber zugeben dass ich generell sehr gerne koche und mir die Zubereitung großen Spaß macht. Gut um Besuch oder ein Date zu beeindrucken ist es auf jeden Fall, und wenn man einen Reiskocher hat ist das ganze ein Kinderspiel! Die Fotos sind von letzter Woche, meine Freunde waren begeistert.

Zutaten:

  • Sushi Reis
  • Nori Blätter (Algen)
  • Sushi Essig
  • Gurke
  • Avocado
  • frischen Fisch (Thunfisch / Lachs)
  • Surimi, Crabmeat
  • hellen oder dunklen Sesam
  • Nach Belieben Frischkäse, Majo, Mango, Basilikum, Kaviar, Garnelen
  • helle Soja Sauce
  • Wasabi
  • eingelegten Ingwer
  • Stäbchen
  • Bambusmatte

1. Reis: Der Reis ist die Basis jedes guten Sushi, auch wenn die Rolle später nicht perfekt ist, der Geschmack entscheidet. Der Reis ist keinesfalls geschmacklos, wie ich am Anfang dachte, er wird mit einer Essig-Zucker-Salz-Lösung übergossen, die ihm ein feines Aroma verleiht. Ich benutze für die Zubereitung einen Reis-Kocher, das vereinfacht das ganze. Man kann den Kocher auch für Gemüse benutzen und der Reis wird immer perfekt, ohne anbrennen und verkrustete Töpfe. Ich empfehle dieses Modell von Amazon, nicht zu groß und sehr günstig. Hier ein Video über die Reiszubereitung, ich halte alle Schritte ein, benutze aber statt eines Topfes den Reiskocher. Besonders aufpassen muss man, wenn man die Essiglösung über den Reis gießt. Ich probiere den Reis, nachdem ich ihn mit einen Teil der Mischung  übergossen habe, wenn man zu viel benutzt schmeckt der Reis zu intensiv, er sollte nur ein leichtes süss-sauer-Aroma bekommen.

2. Fisch: Ich benutze fast immer Lachs, Thunfisch und Surimi, ich kaufe immer Filetstücke, beim Thunfisch  sollte man nach Farbe entscheiden, je heller und röter desto besser. Ganz wichtig um Anisakiasis zu vermeiden: Ich lasse den Fisch nach dem kaufen 1-2 Wochen in der Tiefkühltruhe, so wird der Wurm garantiert beseitigt, ich hatte noch nie Probleme. Ca. 8 Stunden vor Verzehr taue ich den Fisch auf und schneide ihn in Scheiben(für Nigiri), Endstücke und Reste eignen sich gut zum Füllen der Rollen(Maki). Für Anfänger ist Surimi genial, da es gekocht ist und somit länger haltbar, wer sich an rohen Fisch absolut nicht herantraut kommt hier auf seine kosten.

3. Rollen: Für die Rollen benutze ich eine Bambusmatte, die komplett mit Frischhaltefolie umwickelt wird. Hier ein Video über die Zubereitung, beim Füllen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

4. Soja: Unbedingt helle Sojasoße benutzen, sie ist weniger intensiv und nicht so salzig. Die Marke ist egal, aber es muss „superior light soy sauce“ draufstehen.

5. Reste: Fischreste bewahre ich im Kühlschrank auf und esse sie Maximal 24h später, danach nur noch gekocht, man weiß ja nie. Wenn Reis übrig bleibt und keine Zeit zum rollen ist mache ich mir einen leckeren und gesunden Sushi-Salat: Reis, schwarzen Sesam, Lachs oder Surimi mit Avocado und Soja in eine Schüssel geben, ein köstliches Mittagessen. Guten Appetit!

Wer die Wahl hat…

… hat die Qual. Sollte man meinen. Doch die Wahl fällt in diesem Fall recht einfach aus wenn man den besten türkischen Imbiss in Neukölln sucht. Der Sieger ist – für mich zumindest – eindeutig der türkische Grill ‚Imren‘, Karl-Marx Str./ Ecke Fuldastraße.

Schon allein die Tagesgerichte sind einen Besuch bei Imren wert. Eintöpfe, Suppen und oftmals auch Fisch. Reis mit einzigartig leckerem Rindfleisch. Das hört sich im ersten Moment sehr einfach an, doch der erste Löffel beweist einem das Gegenteil. Auch die klassischen türkischen Spezialitäten wie Döner, Lahmacun, Köfte, Pide & Co sind hier in einzigartiger Qualität wiederzufinden.

Bei der Riesenauswahl an Dönerbuden in Neukölln bin ich froh, Imren entdeckt zu haben. Sogar mein Lieblingsgericht, die Linsensuppe Mercimek, schmeckt bei Imren mal wieder ein bisschen besser als woanders.

Die Einrichtung wird für viele ‚ich-wohne-in neukölln-und-treibe-mich-am-liebsten-in-mit-vintage-möbeln-vom-flohmarkt-eingerichteten-bars-rum-szenegänger‘ gewöhnungsbedürftig sein. Schlicht und einfach, ohne viel Schnick-Schnack. Ein paar Kitschbilder an der Wand, jedoch ernst gemeint und nicht aus szenetechnischne Gründen, das ist alles. Die meisten Gäste hier sind ohnehin Türken und Araber fernab von Neuberliner Szene. Das sprich zusätzlich für die gute Qualität des Essens hier.

Die Freundlichkeit des Personals lässt zwar meistens zu wünschen übrig, doch darüber kann man leicht hinwegsehen sobald einem der erste Bissen auf der Zunge zergeht…

Als Abschluss gibt es selbsverständlich, wie in jedem türkischen Imbiss, den Cay-Tee for free. Und dieser ist wohl das einzige, was bei Imren genau so schmeckt wie bei jedem anderen Grill in Neukölln auch.

http://www.imren-grill.de

Eine Millionen Menschen demonstrieren in Barcelona für die Unabhängigkeit von Katalonien

Eine Millionen Menschen demonstrieren in Barcelona für die Unabhängigkeit von Katalonien

Heute ist Feiertag in Katalonien, „la Diada“, Nationalfeiertag, der an das Ende der Belagerung im spanischen Erbfolgekrieg 1714 erinnert. Das die spanische Wirtschaft grade nicht so brummt weiss man ja inzwischen, deswegen sind heute tausende Katalanen auf die Strasse gegangen, um die Unabhängigkeit ihres Bundeslandes einzufordern. Obwohl Katalonien eines der wirtschaftsstärksten Bundesländer Spaniens ist, ist hier die Arbeitslosigkeit besonders hoch, fast 22% der Menschen haben keine Arbeit. Ich selbst bin politisch noch nie sehr bewandert gewesen, aber einige Dinge geben einem doch zu denken…

z. B. die Anzahl der Politiker, dazu gibt es hier eine schöne Grafik. Spanien beschäftigt 5x so viele Politiker wie Deutschland, und die verdienen alle ordentlich.

Es ist schon schade zu sehen, wie ein so schönes und fröhliches Land so zu leiden hat unter einer so schäbigen Regierung, und das gilt wohl für ganz Spanien. Auf der Demo waren sehr viele Familien mit Kindern, Leute aus dem Mittelstand, nicht nur alternative Linke (sorry wenn sich jetzt jemand angesprochen fühlt). Ich gehe eigentlich nie auf Demos, ausser man zählt den 1.Mai in Berlin, aber an diesem schönen Septembertag hätten nur ein paar Börek am Strassenrand gefehlt, und ich hätte mich gefühlt wie in Kreuzberg.

Warum es bei Familientreffen immer Torte und Sekt gibt

Familienanlässe gibt es häufig, Geburtstage, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Hochzeitstage, Geburten, Taufen, Opa ist aus dem Krankenhaus entlassen….man könnte die Kette ewig fortsetzen.

Als ich klein war und meine Oma noch lebte, gab es zu solchen Anlässen immer Kuchen oder sogar Torte, und dazu wurde meistens eine Flasche Sekt aufgemacht, zum Kaffee dazu. Das war damals immer so und ich habe mir nie weitere Gedanken dazu gemacht. Als ich nun gestern hier in Barcelona bei der Familie meines Freundes war, gab es, genau: Torte und Sekt. Da ist mir zum ersten mal aufgefallen, wie merkwürdig das eigentlich ist. Torte ok, von mir aus auch Kaffee oder Tee, aber Sekt? Irgendwie ist das glaube ich so eine Macke der Nachkriegsgeneration, Sekt war früher teuer, jetzt kann man sich ihn leisten und muss sich also bei jeder Gelegenheit vor Augen halten, dass die schlechten Zeiten nun endlich vorbei sind… so kommt es mir jedenfalls vor.

Die Torten sind in Spanien immer total süss, da lob ich mir doch den guten deutschen Marmorkuchen, den gibt es übrigends immer bei meiner Cousine, mit Roiboschtee, nix mit Sekt und Sahne. Die Torte von gestern ging aber, sah ungefähr so aus und war ganz lecker, wenn ich nicht zum Mittagessen schon einen Lammrücken verspeist hätte, hätte ich vielleicht ein grösseres Stück geschafft!